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Reisen

Rundreise mit dem Wohnmobil durch Dänemark 2023

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Dänemark Rundreise: Was müssen wir unbedingt sehen? 🚐 Reisen

Dänemark Rundreise: Was müssen wir unbedingt sehen? 🚐

Für unseren Sommerurlaub haben wir dieses Jahr mal die Richtung gewechselt: Es geht in den Norden, nach Dänemark. Beide waren wir noch nie dort, haben aber viele schöne Reiseberichte gesehen und uns eine grobe Route zurechtgelegt: die Nordseeküste hoch bis zu dem Punkt, an dem sich Nord- und Ostsee treffen, und an der Ostseeküste wieder zurück. Für die Planung haben wir uns beim ADAC ein Tourenset bestellt, das für unser Wohnmobil mit Auflastung über 3,5 Tonnen aber keine genaue Routenplanung liefert, dazu noch ein Reisebuch und die App Park4Night, mit der wir schon ein paar Stellplätze rausgesucht haben. Los geht es im Emsland, wo wir gleich drei Nächte bleiben, damit erstmal Urlaubsgefühl aufkommt, bevor wir weiterfahren. Tims Ziel für diesen Urlaub: mit fleißiger Physiotherapie am Strand stabiler laufen können. Weil wir beide zum ersten Mal in Dänemark sind, haben wir in den Kommentaren nach Tipps gefragt – zu Stellplätzen, Sehenswürdigkeiten und ob es unterwegs Läden mit glutenfreien Lebensmitteln gibt.

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Camping-Rundreise: Unser Start im Emsland & SPO Reisen

Camping-Rundreise: Unser Start im Emsland & SPO

Am Pfingstmontag ging es los in unseren großen Sommerurlaub mit Ziel Dänemark. Die ersten beiden Nächte haben wir auf dem noch recht neuen Emsland Camping verbracht, mit moderner Rezeption samt Leihfahrrädern und E-Scootern, Badesee, Strandbar und eingezäuntem Hundeauslauf. Wir hatten uns einen Stellplatz mit Privatbad gegönnt, weil es auf dem Platz kein barrierefreies Bad gibt – praktisch war außerdem, dass wir unsere Sachen dort einfach stehen lassen konnten. Ganz überzeugt hat uns der Platz aber nicht: Das Restaurant war noch nicht fertig, an der Strandbar gab es nur Pizza und Flammkuchen, also nichts für Tim mit seiner Unverträglichkeit, zum Glück hatten wir genug Vorrat für unseren neuen Gasgrill dabei. Weiter ging es über Hamburg, vorbei an der Köhlbrandbrücke und durch den Elbtunnel, nach St. Peter-Ording. Der Campingplatz in Bading war zweckmäßig, aber der Empfang herzlich, und vom Platz aus ist man in Minuten am Strand – mit seinen 12 Kilometern einer der breitesten Europas, sogar mit dem Auto befahrbar. Kalt war es trotzdem: Statt der 25 Grad zu Hause hatten wir hier nur 15, abends lief die Heizung, und wir haben uns erstmal Mützen gekauft. Vom Deich aus konnten wir am Horizont sogar den Leuchtturm Westerhever ausmachen.

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Dänemark Autostrand Insel Rømø Teil 2 der Wohnmobilrundreise 2023 Reisen

Dänemark Autostrand Insel Rømø Teil 2 der Wohnmobilrundreise 2023

Nach den ersten eher kühlen Tagen kam in Dänemark endlich die Sonne raus, und wir haben die Insel Rømø erreicht – über einen neun Kilometer langen Straßendamm durchs Nationalpark Wattenmeer, der trotz Sturmflutschäden bis heute mautfrei geblieben ist. Der Campingplatz First Camp Lakolk ist riesig, über 1.000 Stellplätze, aber nicht alle nummeriert, sodass die Suche nach dem eigenen Platz zur kleinen Herausforderung wurde. Auf Rømø haben wir zum ersten Mal im Urlaub draußen gefrühstückt, wobei sich Tim sofort einen Sonnenbrand geholt hat, das geht bei ihm immer blitzschnell. Die große Attraktion ist der 15 Kilometer lange Autostrand, den wir erstmal zu Fuß erkundet haben, ziemlich weit, bis man überhaupt am Wasser ankommt. Alle Vorurteile übers Reisen mit Hund in Dänemark konnten wir übrigens nicht bestätigen: Struppi durfte fast überall mit rein, sogar in viele Geschäfte, nur nicht in Lebensmittelläden, und vor den Läden standen meist gefüllte Wassernäpfe. Die Sanitäranlagen waren zwar riesig, wirkten aber trotz modernem Eindruck ziemlich ungepflegt, und Personal haben wir in der ganzen Zeit nicht ein einziges Mal gesehen. Am Abreisetag wollten wir eigentlich am Strand frühstücken, haben uns dann aber doch nicht getraut, mit dem Wohnmobil in den tiefen Sand zu fahren, und sind lieber auf sicherem Boden geblieben.

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Struppi liebt Ribe! Camping-Erfahrung in der ältesten Stadt Dänemarks Reisen

Struppi liebt Ribe! Camping-Erfahrung in der ältesten Stadt Dänemarks

In Ribe haben wir uns sofort verliebt – in die Stadt und den Campingplatz gleichermaßen. Als älteste Stadt Dänemarks mit über 1.300 Jahren Geschichte hat Ribe enge Kopfsteinpflastergassen, schiefe Fachwerkhäuser und wunderschön restaurierte Gebäude zu bieten, ganz ohne die üblichen billigen Souvenirstände. Über der Stadt thront der gotische Dom aus dem 12. Jahrhundert, die höchste Kirche Dänemarks, dessen helles, lichtdurchflutetes Inneres sich ziemlich von unseren Kirchen unterscheidet. In einem kleinen Museum haben wir kostenlos die Ausgrabungen eines ehemaligen Klosterkellers besichtigt, und in einem Laden für dänisches Design mussten wir erstmal googeln, wer Bjørn Wiinblad eigentlich ist, bevor wir uns ein paar seiner bunten Tassen gekauft haben. Der Campingplatz liegt ruhig im Wald am Stadtrand, mit Rad- und Fußweg direkt ins Zentrum. Mit der Axkort haben wir bares Geld gespart, weil Strom und Hund inklusive waren, und die neue, große Küche und die modernen Sanitäranlagen waren tipptopp gepflegt. Nur beim barrierefreien Bad war es mit der Barrierefreiheit dann doch nicht ganz perfekt: Aus dem Rollstuhl heraus die Chipkarte am Lesegerät außerhalb der Duschkabine zu erreichen, ist gar nicht so einfach. Abends haben wir dann zum ersten Mal unseren neuen Pizzastein ausprobiert – waren aber so vernascht, dass wir vergessen haben, ein Foto von der fertigen Pizza zu machen.

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Dänemark: In Thorsminde am Nissum-Fjord Teil 4 der Rundreise 2023 Reisen

Dänemark: In Thorsminde am Nissum-Fjord Teil 4 der Rundreise 2023

Von Ribe ging es rund 140 Kilometer weiter an die Nordseeküste nach Thorsminde, wo sich der Nissum Fjord und die Nordsee treffen und eine Schleuse den Ort in zwei Hälften teilt. Wegen der vielen Schiffsunglücke in der Gegend heißt der Küstenabschnitt hier „Küste der Schiffswracks“, und im Strandingsmuseum wird an die an Heiligabend 1811 gestrandeten britischen Kriegsschiffe HMS Defence und HMS St. George erinnert, bei denen fast 1.400 Menschen ums Leben kamen und nur 17 gerettet werden konnten. Rein ins Museum sind wir leider nicht gekommen, weil wir Struppi draußen hätten anbinden müssen, das wollten wir ihm nicht antun. Am fast menschenleeren Strand haben wir dafür sogar ein kleines Stück Bernstein gefunden. Bei der Routenplanung haben wir uns leider vertan und dadurch das Sandskulpturenfestival im nahen Søndervig verpasst, aber wie das so ist, jetzt haben wir gleich einen Grund für ein nächstes Mal. In der Fischräucherei am Hafen gab es Lachs-Garnelen-Salat, wobei ich die Garnelen pulen musste, weil Tim seine rechte Hand dafür nicht nutzen kann, und ich beim ersten Versuch mehr zerrissen als gepult habe. Der Campingplatz liegt teilweise im Naturschutzgebiet, weshalb hier eine Extra-Gebühr fällig wird, dafür gibt es ein kostenloses Hallenbad und einen Hundeauslauf mit Agility-Parcours, auf dem sich Struppi mit genug Leckerlis zum ersten Mal über Hindernisse und durch Reifen locken ließ.

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Hirtshals Camping: Warum wir diesen Platz am Leuchtturm lieben! Reisen

Hirtshals Camping: Warum wir diesen Platz am Leuchtturm lieben!

Nach 241 Kilometern haben wir Hirtshals erreicht, bekannt für den großen Fährhafen nach Skandinavien und zu den Färöer-Inseln. Ursprünglich hatten wir den Ort gar nicht auf dem Plan, aber sobald wir gehört haben, dass man hier direkt am Leuchtturm campen kann, mussten wir einfach hin. Der Campingplatz selbst ist eigentlich nicht besonders schön, ohne markierte Parzellen wird kreuz und quer geparkt, aber die Lage gleicht das locker wieder aus: Wir hatten schon beim Frühstück einen genialen Blick auf einen der schönsten Leuchttürme Dänemarks, und die Sonnenuntergänge an der Steilküste waren einfach unbeschreiblich. Für Tim war der steile Kiesweg zum Leuchtturm zu beschwerlich, also bin ich, obwohl ich eigentlich unter Höhenangst leide, alleine die 144 Stufen hochgestiegen, damit er die Aussicht wenigstens im Video sehen kann. Oben hätte mir fast der Wind das Handy aus der Hand gerissen, und beim ersten Versuch hatte ich vor lauter Aufregung vergessen, die Kamera überhaupt einzuschalten, also nochmal von vorne. Danach haben wir noch die denkmalgeschützten Bunker der zehnten Batterie erkundet, 3,5 Kilometer Laufgräben mit über 50 Bunkern aus dem Zweiten Weltkrieg, in denen man sich ganz schön verlaufen kann. Trotz strahlendem Sommerwetter hatte der Ort etwas Gruseliges, man merkt einfach, was für ein Ort das mal war.

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Dänemark: In Skagen trifft die Nordsee die Ostsee Teil 6 der Wohnmobilrundreise 2023 Reisen

Dänemark: In Skagen trifft die Nordsee die Ostsee Teil 6 der Wohnmobilrundreise 2023

Nur 50 Kilometer von Hirtshals entfernt liegt Skagen, die nördlichste Stadt Dänemarks mit rund 7.500 Einwohnern, für Touristen offenbar so beliebt, dass wir den Campingplatz vorsichtshalber schon von zu Hause aus für vier Nächte gebucht hatten. Nötig gewesen wäre das noch nicht, in der Vorsaison waren genug Parzellen frei. Der Platz war schön bepflanzt und schattig, die Sanitäranlagen neu und wirklich barrierefrei, und weil der Weg für uns etwas weiter war, haben wir kurzerhand unseren Bollerwagen zum Geschirrspülen genutzt. Was uns hier richtig gefehlt hat: Fahrräder, die Gegend mussten wir komplett zu Fuß erkunden. Vom alten Leuchtturm-Nachbau bis zur Landspitze Grenen sind wir die drei Kilometer gelaufen und haben uns dort mit den sogenannten Sandormen, Traktoren mit Anhänger, zur nördlichsten Spitze bringen lassen, dort, wo Nord- und Ostsee aufeinandertreffen. Ich hatte vorher extra angerufen und wegen Struppi und Tims Einschränkungen gefragt, und der Fahrer hat sich beim Ein- und Aussteigen wirklich rührend um uns gekümmert. Das Pflichtfoto mit einem Fuß in jedem Meer haben wir natürlich auch gemacht, wobei ich als Tipp mitgeben kann: Strandschuhe einpacken, ich musste danach meine Sneaker wieder über nasse, sandige Füße ziehen. Baden ist wegen der starken Strömung übrigens verboten, aber zum Spazierengehen und einfach nur Gucken ist es hier traumhaft.

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Oldtimertreffen und Flohmarkt in Odder: Ein besonderer Tag Reisen

Oldtimertreffen und Flohmarkt in Odder: Ein besonderer Tag

Weil sich unser Dänemark-Urlaub langsam dem Ende zuneigte, sind wir die rund 260 Kilometer von Skagen auf einen Schlag nach Odder gefahren, an die Ostseeküste. Der Campingplatz liegt ruhig direkt am Wasser, wir haben uns einen Platz mit Meerblick in der ersten Reihe gegönnt. Direkt gegenüber der Einfahrt liegt eine Wiese, die morgens noch mit rotem Flatterband abgesperrt war, und als wir beim Frühstück saßen, kamen plötzlich Oldtimer angefahren: ein spontanes Oldtimertreffen mit Flohmarkt. Da mussten wir natürlich hin, auch wenn wir schnell festgestellt haben, dass hier nicht nur Fahrzeuge aus den 20er- bis 60er-Jahren standen, sondern auch ein VW Golf oder ein 20 Jahre alter BMW als „Oldtimer“ durchgingen. Tim hat sich an einem roten Mustang kaum sattsehen können, und ich habe ein Modell meines ersten eigenen Autos entdeckt, einen Opel Kadett, der mittlerweile tatsächlich auch schon über 40 Jahre alt ist. Zum Abschluss haben wir dann noch mal Bilanz über die ganze Rundreise gezogen: Ribe war mit Abstand unser Favorit und ganz klar ein Wiederkommen wert, St. Peter-Ording und Hirtshals trotz kleiner Macken ebenfalls, Skagen war toll, aber ohne Fahrräder etwas mühsam, und Emsland sowie Rømø würden wir eher nicht noch mal ansteuern. Insgesamt sind die Dänen aber so nett und entspannt, auch mit Hund hatten wir nie Probleme, dass für uns feststeht: Dänemark gerne wieder.

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