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Reisen

Italien 2022

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Camping-Urlaub in Italien: Unsere Tipps für eine entspannte Fahrt Reisen

Camping-Urlaub in Italien: Unsere Tipps für eine entspannte Fahrt

Ende September ging's für uns nach Italien zum Marina di Venezia – einem riesigen, reinen Wohnmobil-Campingplatz, auf den wir eigentlich gar keine Lust hatten, bis wir so viele gute Berichte darüber gesehen haben. Wir wollten einfach mal richtig entspannen: Strand, Sonne, Meer, und hoffentlich bessere Chancen für Tim mit seiner Nahrungsmittelunverträglichkeit – italienische Supermärkte haben jede Menge von Haus aus glutenfreie Produkte wie Kekse, Brot, Nudeln und natürlich Pizza, oft besser als das, was wir zu Hause im Reformhaus finden. Für die Route haben wir uns beim ADAC eine komplette Tourenplanung bestellt: mit Mautkosten für Österreich und Italien, Vignettenpflicht, Tempolimits, Stellplätzen entlang der Strecke, Länderinfos zu Zoll- und Führerscheinregeln und sogar speziellen Hinweisen fürs Reisen mit Hund – in italienischen Großstädten muss der Hund zum Beispiel unabhängig vom Wesen einen Maulkorb tragen. Für die Maut selbst haben wir uns außerdem eine Bordbox bestellt, damit wir künftig nicht mehr wie früher in Kroatien nach Kleingeld kramen und die Autos hinter uns ungeduldig hupen lassen müssen – ob sie hält, was sie verspricht, berichten wir, sobald sie da ist und wir sie getestet haben.

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Camping-Abenteuer: Unser Weg nach Marina di Venezia Reisen

Camping-Abenteuer: Unser Weg nach Marina di Venezia

Bevor's losgeht, war uns noch wichtig klarzustellen: Wir machen hier keine Werbung. Alles, was wir an unserem Fahrzeug umgebaut und an Ausrüstung angeschafft haben, haben wir selbst bezahlt, ohne Rabatte oder Kooperationen – wir nennen Markennamen nur, weil es andere inspirieren soll, die mit Handicap auch schöne Campingreisen planen wollen. Unsere Route nach Venedig führt über Österreich, mit einem Zwischenstopp in Salzburg, wo wir beide noch nie waren – der Campingplatz hat im September noch offen, ohne dass wir vorher reservieren mussten. Für die italienischen Mautstellen haben wir unseren bestellten Transponder ausgepackt: Die Anleitung war leider nur auf Französisch, zum Glück lag ein kleines Heft mit Englisch, Niederländisch und Deutsch bei. Erklärt wird, wo der Transponder an der Windschutzscheibe angebracht wird, welche Spur man an der Mautstelle nehmen muss, wie schnell man durchfahren darf und wie abgerechnet wird. Für uns ist die Einfahrt in eine Mautstelle immer ein bisschen aufregend, weil man sich schnell in der falschen Spur wiederfindet – ist uns früher schon mit dem Auto passiert. Wie gut der Transponder in der Praxis funktioniert, berichten wir, sobald wir ihn wirklich im Einsatz hatten.

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Wohnmobilstellplätze: Campingplatz Salzburg + Stadtrundgang Reisen

Wohnmobilstellplätze: Campingplatz Salzburg + Stadtrundgang

Unser erster Stopp auf dem Weg nach Italien war Salzburg. Unser Campingplatz "Schloss Aigen" lag mitten im Grünen am Waldrand, mit Müllentsorgung getrennt wie bei uns zuhause, Restaurant mit regionalen Spezialitäten zu fairen Preisen, und direkt nebenan sogar ein Landeplatz für Gleitschirmflieger – wir konnten vom Platz aus zusehen, wie oben am Berg gestartet und direkt vor unserer Nase gelandet wurde. Mit dem Bus waren wir bequem in der Salzburger Innenstadt. Die Getreidegasse war leider ganz schön überlaufen von Reisebussen und Reisegruppen – schlimmer noch als die Drosselgasse in Rüdesheim, ein Foto und dann sind wir geflüchtet. In einer Seitengasse haben wir im Restaurant/Hotel Elefant ein echtes Schnitzel gegessen, das es dort in vielen glutenfreien Varianten gab – für Tim endlich mal ein Schnitzel ohne Angst vor Bauchweh. Wir haben noch das Geburtshaus von Mozart von außen gesehen (das Museum haben wir uns wegen des Andrangs gespart) und sind über den Makartsteg mit seinen Liebesschlössern spaziert. Von Salzburg aus ging's dann weiter nach Venetien zum Campingplatz Marina di Venezia, den wir über YouTube und diverse Fernsehberichte kannten und unbedingt selbst ausprobieren wollten.

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Campingplatz Marina Di Venezia: Einkaufsmeile und Restaurants Reisen

Campingplatz Marina Di Venezia: Einkaufsmeile und Restaurants

Marina di Venezia ist riesig – bei der Anmeldung an der Rezeption müssen die Pässe aller Personen und sogar der Hunde hinterlegt werden, dafür bekommt man direkt bei der Einfahrt seine Bändchen. Der Platz hat quasi eine eigene kleine Einkaufsmeile mit Eisdielen, Supermarkt, Obst- und Gemüseladen, sogar einem Campingzubehör-Laden für Vergessenes, mehreren Pizzerien und einer Weinzapf-Station im Supermarkt zum Verkosten und Selbstabfüllen für rund 1,20 Euro pro Liter – die Hauptattraktion dort. Gegenüber vom Eingang, außerhalb des Platzes, gibt's noch einen "richtigen" italienischen Supermarkt mit Fleischtheke und frischen Brötchen, direkt daneben unser Lieblingslokal Fanin, wo sogar die Angestellten des Campingplatzes und Einheimische essen gehen – bestes Preis-Leistungsverhältnis, durchweg lecker von Pizza bis Pasta. Ganz besonders toll für uns: der eigene Hundestrand. Schon vor Sonnenaufgang sind wir mit Struppi durch die Dünen zum Wasser gelaufen, rechts vom Strandcafé geht's kilometerweit im weichen Sand entlang, bei guter Sicht sogar mit Blick bis nach Venedig. Struppi hat mit einer Kamera auf dem Rücken alles selbst gefilmt und musste erst lernen, dass Meerwasser nicht zum Trinken taugt – geschmeckt hat's ihm trotzdem, er ist gerannt und gesprungen wie im Paradies. Es gibt sogar einen Freilauf-Bereich ohne Leine und einen Agility-Bereich, dahinter ein eingezäuntes Naturschutzgebiet mit beschrifteten Pflanzenarten, dort aber Leinenpflicht. Der Hundebereich war übrigens der einzige Bereich, der zum Saisonende noch richtig voll war. Der campingeigene Aquapark mit Wasserrutschen, Kinderbecken, Whirlpool und Wellenbad war bei unserem Besuch zum Saisonende schon größtenteils abgebaut – man konnte sich aber gut vorstellen, wie viel dort im Hochsommer los sein muss.

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Camping-Geheimtipp am Chiemsee: So schön war unser Zwischenstopp Reisen

Camping-Geheimtipp am Chiemsee: So schön war unser Zwischenstopp

Nach 12 Tagen Marina di Venezia ging's zurück, über dieselbe Strecke via Tauernautobahn durch Österreich, diesmal bei traumhaftem Kaiserwetter – trotz unserer Sorge, dass das Auto nach den Batterieproblemen auf der Hinfahrt überhaupt anspringen würde. Unterwegs bekam unser Hund Durchfall, sodass wir öfter anhalten mussten, zum Glück hatte sich das bis zum Abend wieder gelegt. Als Zwischenstopp hatten wir uns den Panorama Campingplatz Harras in Prien am Chiemsee ausgesucht, auf einer Landzunge mit Seeblick von fast jedem Stellplatz aus – etwas teurer (rund 44 Euro unter der Woche, 52 Euro am Wochenende), aber der Ausblick war unbezahlbar, und wir lieben es einfach, wenn im Wind die Segelboot-Masten klimpern. Reserviert haben wir nicht, telefonisch vorher abgefragt reichte, genug Plätze waren frei. Am nächsten Morgen sind wir einen wunderschönen Uferweg entlangspaziert, der durch ein Naturschutzgebiet mit Moor- und Sumpflandschaft führt – man sollte den Weg dort nicht verlassen, aber die Landschaft war gerade im Herbst besonders reizvoll. Das Bordrestaurant war am ersten Abend richtig lecker, am zweiten fanden wir es eher unflexibel, weil man Gerichte nicht anpassen konnte (nicht mal Bratkartoffeln dazu). Die sanitären Anlagen wurden den ganzen Tag von einem Ehepaar gepflegt, etwas in die Jahre gekommen, aber wirklich sauber. Am Nachmittag kam die Sonne raus, und wir konnten übern See sogar die Berggipfel über den Wolken bewundern, dazu jede Menge Segelboote, Taucher und eine Windsurfschule beim Training – während unser Hund selbst versucht hat, schwimmen zu lernen, eigentlich aber nur einer Ente hinterherwollte.

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